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Interaktives Theater: Monypolo II

Interaktives Theater

Sandbox-Game-Theater mit dem Prinzip Gonzo

Letzte Woche hieß es im vierten Jahr in Folge wieder: Interaktives Theater. „Monypolo II – Dein System liebt dich“ ist der Name des neuen Stückes von Prinzip Gonzo Stückes dieses Jahr und Spoiler vorab: Es hat sich wie immer gelohnt.

Für jemanden der noch nie dabei war, ist es etwas schwierig zu beschreiben was dort eigentlich vor sich geht. Theater greift sicherlich zu kurz, interaktives Theater ist zu abstrakt. Sandbox-Game-Theatre nennen es die Gonzos. Auf jeden Fall ist man Teil des Stückes, in dem die Schauspieler den Rahmen setzen, aber der genaue Inhalt immer auch von den Besuchern – also Mitspielern – abhängt. Man ist so auf permanenter Entdeckungstour und kann (und wird) einen vollkommen anderen Abend haben, als die übrigen Besucher. Das macht es einerseits sehr reizvoll und andererseits auch sehr persönlich.

Interaktives Theater – Mitten drin im Geschehen

Bereits bei den interativen Theaterprojekten in den letzten Jahren, bin ich beim „Spiel des Lebens“ einmal Bürgermeister geworden und habe ein anderes Mal fast nur Urlaub gemacht. Meine Mitspieler hingegen wurden von der Mafia entführt. Bei „Monypolo I – Liebe dein System“ im letzen Jahr, haben wir gemeinsam eine Firma gegründet, nur um mit ansehen zu müssen, wie sie den Fusionen der Größeren zum Opfer fiel und unser Mitspracherecht gleich mit. Dieses Jahr soll nun die Zukunft des Kapitalismus betrachtet werden. Eine neue Weltordnung und der neue Kopf der W.E.L.T. wird gesucht und man ist mitten drin im Geschehen.

Was vielleicht etwas trocken kling, ist dabei überaus Unterhaltsam und spaßig. Denn die Regeln des Spiels erschließen sich einem relativ schnell und man tut gut daran, sich der Atmosphäre des Stückes hinzugeben – interaktives Theater eben.

Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes

Finanziell möglich geworden ist diese Koproduktion zwischen dem Ballhaus-Ost und den Gonzos vor allem durch die Förderung der Kulturstiftung des Bundes und beBerlin. Ich betone auf meinen Stadtführungen (z.B. bei „Kunst & Kultur als Motor der Stadt“) immer wieder wie wichtig die freie Kunst- und Theaterszene für Berlin ist und was für einen essentiellen Beitrag sie zum Kulturreichtum Berlins beitragen. Hier zeigt sich einmal wieder, wie relevant die Kulturförderung der freien Szene ist, ohne die solche Projekte weder plan- noch finanzierbar wären.

Die fünf Gonzos

Ohne das leidenschaftliche Engagement der fünf Gonzos und ihrer Helfer, wäre so etwas ebenfalls nicht möglich. Auch außerhalb des Sandbox-Game-Theatre gibt es Stücke von ihnen zu sehen. Im Falle von Monypolo eine ganze Serie die sich über zwei Jahre erstreckt hat. Wer sich das aktuelle Stück anschauen will, sollte schnell noch diese Woche (19.07.-21.07.17) in das KudammKarree 206- 209 gehen. An der Abendkasse gibt es noch Resttickets. Ich freue mich schon sehr auf (ein hoffentlich wieder gefördertes) Stück im nächsten Jahr!

Wo: KudammKarree, Kurfürstendamm 206-209

Wann: Mittwoch 19.07. – Freitag 21.07.17. Beginn jeweils 19Uhr

Preis: 16,50 € ermäßigt 11 €

Bildverwendung mit dankbarer Unterstützung von Prinzip Gonzo.  © Robert Brückner

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